PROJEKT 3: INSTANDSETZUNG NEUMANNMÜHLE

Sanierung der historischen Fenster der 450 Jahre alten Mühle

Institution: Verein Schauanlage Neumannmühle e.V.

Die historische Bausubstanz der 450 Jahre alten Neumannmühle im Kirnitzschtal muss regelmäßig gepflegt, instandgesetzt und saniert werden. In den letzten Jahren hat der Zahn der Zeit vor allem an den historischen Fenstern genagt. Für eine denkmalgerechte Erneuerung und Reparatur eines Teils der Fenster sind finanzielle Mittel erforderlich, da keine ausreichenden Eigenmittel zur Verfügung stehen.

Seit nunmehr 450 Jahren steht die als „Neumannmühle“ bekannte Wasserkraftanlage im beschaulichen Kirnitzschtal. Sie verfügt über ein typisches Wasserrad und einer uralte sogenannten „Venezianersäge“ nach einem Konstruktionsprinzip keines Geringen als Leonardo Da Vinci. Im 19. Jahrhundert erfolgte eine Erweiterung auf Grundlage der Patente des einheimischen Erfinders Friedrich Gottlob Keller, um Holzschliff als Rohstoff zur Papierherstellung zu produzieren.

Trotz solider Bausubstanz nagt der Zahn der Zeit - mal hier und mal dort – an der historischen und denkmalgeschützten Schauanlage. Bereits in der Vergangenheit wurden mit fachlicher und finanzieller Unterstützung, beispielsweise durch die Stadt Sebnitz, die Volksbank Pirna e.G., die Ostsächsischen Sparkasse Dresden, das Regionalmanagement des Landschaf(ft) Zukunft e.V., das Landratsamt, die Nationalparkverwaltung sowie durch private Spender und Förderer, Sanierungsmaßnahmen zum Erhalt des Denkmals und Kulturgutes durchgeführt.

In den letzten Jahren ist eine denkmalgerechte Instandsetzung der historischen Fenster mehr und mehr in den Vordergrund gerückt. Mit einer möglichen Spende soll diese Sanierung finanziert werden. Verantwortlich für die Instandhaltung der musealen Anlage ist der Verein Schauanlage Neumannmühle e.V., der mit seinen ehrenamtlichen Vereinsmitgliedern in deren Freizeit die Mühle liebevoll betreibt. Die schrittweise Umsetzung der Fenstersanierung und -reparatur soll unmittelbar nach dem Aktionszeitraum erfolgen.

Vom Projekt profitiert nicht nur die Schauanlage als technisches Museum und der für den Betrieb und den Erhalt verantwortliche Verein. Auch die begeisterten zahlreichen Gäste aus nah und fern können sich darauf freuen, auch in den kommenden Jahrzehnten ein funktionstüchtiges und lebendiges Denkmal in großartiger Natur zu besuchen. In der Vergangenheit pilgerten jährlich immerhin circa 3.500 bis 4.500 Besucherinnen und Besucher ins Kirnitzschtal, um die Sägemühle zu sehen.