PROJEKT 7: SANIERUNG TEICHKETTE

Instandsetzung der durch Verlandung beeinträchtigten Teiche in Hinterhermsdorf

Institution: Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz

Zwei Teiche in Hinterhermsdorf sind verlandet und als Feuchtbiotop bedroht. Zudem ist wegen des Defekts eines Ablaufbauwerks der Wasserstand nicht mehr regulierbar. Ihren wichtigen Beitrag zum Wasserrückhalt sowie als Lebensraum für Amphibien und geschützte Arten können die Teiche nicht mehr erfüllen. Die Eigentümerin kann die Sanierung nicht finanzieren. Über die Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz ist eine Unterstützung mit zusätzlichen finanziellen Mitteln möglich.

Am Schäferräumicht bei Hinterhermsdorf liegen, harmonisch eingebettet in die Wiesenflächen einer kleinen Bachniederung, zwei Teiche. Der nahe gelegene Hof ist Lebensmittelpunkt einer Hinterhermsdorferin im Ruhestand, die dort über viele Jahre eine Einkehr für Wanderer und Waldarbeiter bewirtschaftete. Die kleine Teichkette gehört zum Grundstück des Hofes. Sie wurden als Wirtschaftsteiche angelegt.

Durch das Anlegen und die Pflege der „blauen Augen“ - wie derartige Gewässer in der Kulturlandschaft liebevoll genannt werden - entstand ein Feuchtbiotop mit seltenen Tieren und Pflanzen. Amphibien- und Libellenarten, Ringelnattern, Kreuzottern, Schwarzstorche und Fischotter wurden bereits beobachtet. Allerdings bleiben diese Arten zunehmend fern, denn Verschlammung und Verlandung der Teiche sind wegen des Brachliegens weit fortgeschritten. Unter anderem ist der „Mönch“ - das Ablaufbauwerk für die Wasserregulierung - defekt. Die Gewässer können ihren wertvollen Beitrag für den Wasserrückhalt und als Biotop kaum noch erfüllen.

Die Pflege und notwendige Sanierung der Teiche überfordern die ältere Eigentümerin - personell wie auch finanziell. Dennoch wünscht auch sie sich den Erhalt der Teiche, die für sie so selbstverständlich in den Wiesengrund gehören. Unterstützt wird der Wunsch durch Einwohner aus Hinterhermsdorf.

Der Landschaftspflegeverband Sächsische Schweiz- Osterzgebirge hat im Rahmen eines Sanierungskonzeptes Kleingewässer erfasst und deren Bedeutung naturschutzfachlich bewertet. Der Sanierungsbedarf für die beiden Teiche wurde mit „höchster Priorität“ eingestuft.

Die Spendensumme soll unmittelbar für die Erneuerung des Ablaufbauwerkes und die fachgerechte Entschlammung der Teiche eingesetzt werden. Ein Angebot einer Fachfirma liegt bereits vor. Die Facharbeiten und Freiwilligeneinsätze sind für Herbst 2026 geplant. Koordiniert und unterstützt wird die Sanierung durch die Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz.