Mit diesen 5 Grill-Tipps gelingt euch
das perfekte Garten-Dinner


Ein herrlicher (Früh-)Sommertag, die Sonne scheint, sächsische Würste und Steaks vom Fleischer eures Vertrauens sowie Gemüse liegen bereit, der Kasten Radeberger ist gekühlt. Die Grillparty kann losgehen. Um eure Gäste mit leckerem Essen zu begeistern, müsst ihr nicht als Profi an einem Grill Smoker oder High-End-Gasgrill stehen. Auch mit dem guten alten Holzkohlegrill zaubert ihr ganz Old School perfekte Maiskolben, Steaks, Grillkäse oder Schaschlik-Spieße. Wir haben fünf Grill-Hacks gesammelt, die euch das Leben am Grill noch einfacher machen.

Billiger und sauberer
Grillanzünder

Bei herkömmlichen Grillanzündern entsteht oft auch der Geruch von Brennspiritus oder Chemie. Außerdem stört beim Anzünden meist die starke Rauchentwicklung. Die Lösung ist einfach: Nutzt alte Eierkartons. Füllt in die Mulden etwas Kerzenwachs, darauf dann eure Grillkohle und zündet den Karton an mehreren Stellen an. Die gepresste Pappe verbrennt langsam genug, um die Briketts gleichmäßig zu entzünden.

Zwei Spieße
sind besser als einer

Schaschlick-Spieße sind lecker, haben aber meist das Problem, dass sie sich nur schwer wenden lassen. Das aufgespießte Gemüse und die Fleischstücke drehen sich nach kurzer Zeit willkürlich auf den Sticks und lassen das Drehen zur Tortur werden. Die Lösung: Steckt sie einfach auf zwei Spieße. Jetzt lassen sie sich deutlich leichter wenden, ohne dass alles verrutscht.

Fun Fact

Natürlich gehört zum Grillen der Kult-Senf aus Bautzen genauso dazu, wie ein kühles Radeberger Pilsner. Aber wusstet ihr, dass Senf kein Haltbarkeitsdatum hat? Genauso wie Honig kann er nicht schlecht werden. Zwar kann sich etwas Flüssigkeit absetzen, dann reicht aber umrühren und schmecken lassen.

Große Hitze für perfekte Steaks

Probiert doch mal ein Steak von Wagyu-Rind aus Großdobritz. Wenn ihr es „black and blue“ (außen kross und innen rot und schön saftig) mögt, braucht ihr nicht unbedingt einen teuren Hochleistungsgrill. Zwar erreicht herkömmliche Grillkohle beachtliche 400 bis 500 Grad Celsius, doch das reicht für eine leckere Karamellkruste um das Fleisch nicht aus. Nutzt dafür einen sogenannten Anzünde-Kamin. Lasst die Kohle darin richtig durchglühen. Durch den Kamineffekt werden Temperaturen bis zu 900 Grad Celsius erreicht. Legt den Rost mit dem Steak direkt auf den Kamin – vorher ordentlich salzen, das macht eine noch bessere Kruste. Dann 30 bis 40 Sekunden von beiden Seiten scharf angrillen. Jetzt noch ein paar Minuten bei mittlerer Hitze nachgaren lassen.

Auch zartrosa, also medium, ist mit dieser Methode kein Problem. In diesem Fall grillt ihr das Steak bei mittlerer Hitze im normalen Grill unter dem Deckel bis auf 52 Grad Celsius Kerntemperatur. Wer keinen Grill mit Deckel hat, kann es auch in Alufolie wickeln oder in eine Aluschale legen. Danach kurz auf das „Höllenfeuer“ über dem Anzünde-Kamin legen und schließlich noch einmal drei Minuten im Warmen – unterm Deckel oder in Alufolie – ruhen lassen.

Probiert doch mal!

Trick 17: Zwei-Zonen-Grillen

Auf größeren Grillpartys kann das Wenden der Bratwürste, Maiskolben, Grillkäsescheiben, Steaks oder Schaschlik-Spieße schnell hektisch werden. Deshalb ist es ratsam, den Grill in zwei Temperaturzonen einzuteilen. In einen Bereich legt ihr viel Holzkohle. Hier grillt ihr scharf an. Dann legt ihr aus auf die zweite Zone, in der nur wenig oder gar keine Kohle liegt. Hier gart euer Essen langsam nach und wird warmgehalten. Für Essen, das sehr lange garen muss, wie Broiler, Pulled Pork, aber auch Grillpizza eignet sich übrigens der „Glutring“ hervorragend. Hier verteilt ihr die Kohle am Rand des Grills und lasst die Mitte frei. Das Essen kommt in die Mitte, Deckel zu, und schon grillt ihr mit perfekter indirekter Hitze.

Last but not least – Grillrost mit Zwiebel reinigen:

Jeder kennt das Problem. Eigentlich sollte der Grillrost direkt nach dem Grillen gereinigt werden. Doch mit vollem Bauch und nach ein paar Bierchen putzt es sich meist schlecht, und so sagt man erst am nächsten Tag oder gar erst vor dem nächsten Grillerchen der Kruste mit allerlei Schwämmen, Lappen und Chemiekeule den Kampf an. Entspannt euch: Die angebackenen Reste lassen sich ganz leicht mit dem Zwiebeltrick entfernen. Eine große Zwiebel halbieren, warten, bis der Rost heiß ist, dann mit den Zwiebelhälften kräftig einreiben. Die ätherischen Öle und Zwiebelsäfte lösen den Schmutz. Toller Nebeneffekt: Durch das Einreiben mit der Zwiebel klebt Fleisch danach nicht am Grill fest.

Unser Bonus-Tipp für mehr Nachhaltigkeit: Alternativen zur klassischen Holzkohle

Wusstet ihr, dass für 10 Kilogramm Holzkohle 100 Kilogramm Holz vom Köhler verarbeitet werden müssen? Vor allem die Kohle vom Discounter wird oft mit Tropenholz hergestellt, das bei der Rodung der Regenwälder abfällt. Ob solches Holz enthalten ist, könnt ihr anhand der Verpackung nicht nachvollziehen. Es sei denn, auf der Verpackung steht, dass die Kohle aus reinem Buchenholz gewonnen wurde. Einige Hersteller nutzen dafür Abfälle aus der Möbelproduktion, was wiederum für Nachhaltigkeit spricht.

Eine gute Alternative sind auch Kokosbriketts. Sie werden aus Abfällen, die bei der Kokosfett- oder Kokosölproduktion entstehen, hergestellt. Zwar ist der weite Transportweg nach Deutschland ein Minuspunkt, aber dafür werden Produkte „recycelt“, die sonst weggeworfen werden. Kokosbriketts entwickeln mehr Hitze und haben eine längere Brenndauer. Außerdem können Sie nach dem Grillen mit Sand bedeckt und so gelöscht werden. Beim nächsten Mal einfach wieder anzünden und weiterverwenden.

Mit diesen Tipps kann der nächste Grillabend kommen! Und sollte doch mal etwas nicht so gelingen wie erhofft: Ein gut gekühltes Radeberger macht garantiert alle Gäste glücklich und darf auf keiner Grillfeier fehlen. Wir wünschen Guten Appetit und sagen: Prost!

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